Tipps & Tricks - Schnittblumen

Frisch geschnittene Blumen haben ihren natürlichen "Motor", die Wurzel, verloren. Trotzdem kann man ihnen helfen, ein noch möglichst langes Leben in der Vase zu führen.

Das Anschneiden der Stiele muß immer mit einem glatten, scharfen Messer als schräger Schnitt erfolgen. Klicken Sie hier, um eine vergrößerte Darstellung des Bildes zu erhalten.Da die Schnittblume nur noch über die so genannten "Kapilarkräfte" Wasser durch den Stiel zur Blüte transportieren kann, gilt es diesen Transportweg möglichst freizuhalten. Mehrere Faktoren können dabei störend wirken: Wie jedes organische Material das in Wasser getaucht wird, verursachen auch die Blumenstiele in der Vase Pilz- und im Wasser Bakterienwachstum. Diese setzen sich dann u.a. auch an den Schnittstellen der Blumenstiele ab, und behindern so den Wassertransport zur Blüte.
Aus dem Wasser flockt mit der Zeit der enthaltene Sauerstoff aus, und setzt sich in Form von kleinen Bläschen auch an den Schnittstellen der Blumenstiele ab und behindert so ebenfalls den Wassertransport.
Bei jedem auch noch so kurzen Transport werden die Schnittstellen der Blumenstiele holzig und damit relativ wasserundurchlässig.
Das Anschneiden der Stiele muß immer mit einem glatten, scharfen Messer als schräger Schnitt erfolgen.
Andere Werkzeuge wie Schere, Wellenschliff-Messer etc. schneiden nicht nur, sondern quetschen die Schnittstelle auch oder machen sie faserig. Das behindert ebenfalls den Wassertransport.
Fälschlicherweise wird Schnittblumen oft kaltes Wasser gegeben. Dies geschieht in der Annahme, die Blumen bleiben so länger frisch - was aber leider nicht stimmt. Warmes Wasser (Badetemperatur) macht der Blume den Wassertransport ohne Wurzel wesentlich einfacher. Die Blüte bleibt länger frisch, da sie mehr Wasser bekommt. Es gibt allerdings einige Ausnahmen von dieser Regel (die meisten Frühjahrsblumen, z.b. Tulpe, Narzisse - mögen nur kaltes Wasser). Wir geben Ihnen aber genaue Auskunft darüber, welche Temperatur das Wasser für Ihren Blumenstrauß haben sollte.
Es gibt einige Plätze, die für Schnittblumen ungeeignet sind. Direkt hinter Glasscheiben im Sonnenschein oder an zugigen Stellen fühlen sich Schnittblumen nicht wohl und verwelken wesentlich schneller. Das kommt auch davon, dass derartige Faktoren die Verdunstung deutlich steigern und die Blume ohne Wurzel den gestiegenen Wasserbedarf der Blüte nicht decken kann.
Manchmal geraten auch falsche Tipps in den Umlauf. So wird oft behauptet, das Hinzufügen von Zucker oder Kupferpfennigen ins Wasser würde die Lebensdauer der Schnittblumen erhöhen. Zucker bewirkt nur ein erhöhtes Fäulnisrisiko und die Kupferpfennige bewirken gar nichts. Wenn man überhaupt etwas ins Wasser geben möchte, so sollte dies Nährlösung sein, die man in jedem Blumenladen erhalten kann. Eine solche Nährlösung vermag die Lebensdauer der Schnittblumen um bis zu 150 % verlängern.

Daher gilt: Einen erhaltenen Blumenstrauß immer neu anschneiden und in eine saubere Vase mit frischem Wasser stellen. Das Wasser regelmäßig wechseln (alle zwei Tage) und die Blumen dabei neu anschneiden (entfernt alte, "verstopfte" Schnittstellen).

Wir haben viele Angebote -

Schauen Sie doch einfach mal vorbei!

Blumen Tiele - das freundliche Blumengeschäft aus Liederbach!
www.blumentiele.de